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Stilltipps der Frühlingsmamas

Was das Stillen betrifft, die Umstellung nach der Geburt usw.

Das richtige Anlegen Wunde Brustwarzen
Stillpositionen Der Milchstau
Stillrhythmus Training nach der Geburt
Die Still-Temperamente Ohren auf Durchzug bei:
Der Milcheinschuss Hilfe - ich schaffe das nicht!

Gerne könnt ihr auch auch einer weiteren, sehr interessanten Seite Informationen über das Stillen erhalten:
Stillgruppe Minden bei Stefanie Meihöfer. Sie beantwortet auch gerne Fragen per Mail.
Auch zu empfehlen ist das Stillforum im Babyzimmer, geleitet von Stefanie Leuchter.
Oder natürlich bei den "Obergurus" was das Stillen angeht:
http://lalecheliga.de

BabyRueck.gif (1443 Byte)Das richtige Anlegen
ist wichtig, um wunden Brustwarzen vorzubeugen und zum zeitigen Auslösen des Milchspende-Reflexes
1. Bequeme Stellung finden - Richte dir dein "Plätzchen" gemütlich ein - unabhängig von der Position,
    in der du stillst
2. Lagere das Kind so, dass der Bauch des Kindes dicht zu deinem Bauch liegt. Achte darauf, dass die
    Nase des Kindes in Warzenhofhöhe zu liegen kommt.
3. Führe das Kind zur Brust - und nicht die Brust zum Kind!!!
4. Stimuliere die Wangen und Mundregion deines Kindes, damit es den Mund weit aufmacht, so dass es
    die Warze mit viel Warzenhof in den Mund bekommt. Dabei sollten die Lippen des Kindes, besonders
    die untere, nach außen gestülpt sein.
5. Lasse dein Kind solange trinken, wie es mag. Äußerlich kannst du am Kiefer bzw. den Wangenmuskeln
    beobachten, wie dein Kind trinkt. Meistens wackeln dabei auch die Ohren mit *g* Langes Nuckeln ist
    für die Warze gerade am Anfang der Stillzeit nicht gut und du kannst dein Kind ruhig von der Brust
    nehmen und anderweitig weiterschmusen. Willst du dein Kind von der Warze nehmen, solltest du das
    Vakuum im Mund mit dem Finger lösen, um einen schmerzhaften Zug an der Warze zu vermeiden.
BabyRueck.gif (1443 Byte)Stillpositionen
1. Stillen im Liegen (auf der Seite oder auf dem Rücken) - in der Anfangszeit - in der Nacht - bei
    schmerzender Naht - bei unruhigem Kind - zum Genießen.
2. Stillen im Sitzen (im Wiegegriff unterstützt durch ein Kissen) - tagsüber - unterwegs - wenn Besuch da ist
3. Stillen im Schneidersitz (auf guten Halt im Rücken achten) - wird von manchen Müttern bevorzugt - du
    brauchst einen guten Halt im Rücken - nur wenn die Naht nicht schmerzt
4. Positionen bei Zwillingen - Sie können bei Bedarf gleichzeitig gestillt werden, obwohl sie häufig
    unterschiedliche Schlaf-Wach-Rhythmen haben. Beide im Wiegegriff vor dem Körper zu stillen, ist nur am
    Anfang zu raten, solange sie noch klein sind. Später braucht jeder Zwilling "seinen" Platz.
BabyRueck.gif (1443 Byte)Stillrhythmus
Lege dein Kind nach Bedarf an. Es meldet sich, wenn es Hunger hat und holt sich in der Regel genau die Menge, die es braucht. Stillen nach der Uhr bringt dich in Stress und holt das Kind aus seinem normalen, im eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus heraus.
Zu Beginn der Stillzeit wird dein Kind häufig an die Brust wollen. Das hat die Natur so eingerichtet, damit sich die Milchmengen auf den Bedarf des Kindes einstellt.
Lege es häufig an, auch wenn es in den ersten Tagen durch die Neugeborenen-Gelbsucht etwas müde sein kann.
Hab Geduld mit dir und deinem Kind, wenn es sich nicht in den ersten Wochen ein regelmäßiger Stillrhythmus erkennen lässt - Charaktere sind verschieden (siehe auch "Die Stilltemperamente").
Während der Stillzeit macht dein Kind Wachstumsschübe durch, in denen es deutlich häufiger trinken möchte. Viele Mütter vermuten dann, dass ihre Milch nicht mehr ausreicht und füttern zu. Aber die Natur hilft sich auch hier, denn indem das Kind häufiger trinkt, stellt sich die Milchbildung auf den erhöhten Bedarf nach dem Wachstumsschub ein.
Die Schübe liegen in der Regel am Ende der 2. Lebenswoche, 6. - 8. Woche und 3. - 4. Lebensmonat.
In dieser Zeit heißt es, Besuche ausladen, Reisen absagen, mit dem Kind ins Bett und Stillen, so oft dein Kind kommt, dann ist diese anstrengende Zeit in 2 bis 3 Tagen überstanden.
BabyRueck.gif (1443 Byte)Die Still-Temperamente
Kinder haben von Anfang an ihr eigenes Temperament und zeigen ganz unterschiedliche Trinkverhalten, die sich meist nicht umkrempeln lassen! Zum besseren Verständnis sind hier 5 Temperamente vorgestellt:
1. Die "Radikalen"
    kräftige Kinder, die die Brust sogleich erfassen und 10-15 Minuten gierig trinken, die Brust loslassen und
    zufrieden sind (anfangs kann das gierige Trinken schmerzen)
2. Die "Zögernden"
    haben in den ersten Tagen kaum Interesse an der Brust und am Saugen, legen meist nach dem Milch
    einschuss richtig los und trinken von da an gut. Versuche, diese Kinder zu drängen, führen zu beidseitigen
    Schweißausbrüchen. Nimm dir Zeit zum Schmusen und Kennenlernen!
3. Die "Träumer"
    trinken ein wenig, ruhen sich aus und trinken wieder ein wenig. Sie trinken gut, lassen sich aber nicht
    drängen. Du brauchst bei einem Träumer viel Geduld!
4. Die "Genießer"
    vor dem Trinken spielen diese Kinder erst mal mit der Brustwarze, probieren ein wenig, lassen wieder los,
    lecken sich die Lippen. Erst danach fangen sie gut an zu trinken. Werden sie anfangs gedrängt, werden sie
    wütend und fangen an zu schreien.
5. Die "Hektiker"
    Kinder sind beim Anlegen so aufgeregt, dass sie die Warze zwar fassen, aber gleich wieder verlieren und
    wütend anfangen zu schreien. Sie müssen erst beruhigt werden, bevor sie wieder angelegt werden können.

Lerne dein Kind kennen und lasse dich auf das ihm bzw. ihr eigene Verhalten ein!!!

BabyRueck.gif (1443 Byte)Der Milcheinschuss
Normaler Weise schießt die Milch am 3./4. Tag nach der Geburt ein. Dies kann begleitet werden von Spannen, Völle- und Hitzegefühl in der Brust. Manchmal reagiert der Körper auch mit leichtem Temperaturanstieg. Je häufiger du in den ersten Tagen dein Kind anlegst, desto weniger schmerzhaft verläuft der Milcheinschuss.

Abhilfe beim schmerzhaften Milcheinschuss:
- passender Stillbüstenhalter gibt schweren und prallen Brüsten guten Halt
- vor dem Anlegen warme Umschläge, damit die Milch besser fließt (weite Gefäße)
- kühle Umschläge nach dem Stillen helfen bei prallem und heißem Gefühl
- ist die Brust so prall, dass dein Kind die Warze nicht richtig fassen kann, solltest du die Warze mit den
  Fingern heraus zupfen, so dass dein Kind es leichter hat. Manchmal ist es notwendig, die Brust vorher
  ein wenig auszustreichen und mit den Fingern die erste Milch aus den Milchseen hinter der Warze zu
  entleeren.

Milchfluss in Gang bringen
Wenn die Milch nach dem Milcheinschuss noch nicht richtig fließt, kann sie folgender maßen in Gang
gebracht werden:
- Die Brust ringsum in kreisenden Bewegungen sanft mit gutem Druck massieren
- Anschließend die Drüsengänge vom Brustansatz zur Warze hin ausstreichen
- Danach die Brust fassen und sanft in eine Schüssel oder in ein Waschbecken mit warmen Wasser
  "ausschütteln"

BabyRueck.gif (1443 Byte)Wunde Warzen
Sie können in der Anfangszeit die Stillbeziehung erschweren, da das Stillen für dich eine schmerzvoller Erfahrung wird. Deshalb solltest du deine Warzen pflegen, damit sie nicht wund werden!
- Das Wichtigste für die Brustwarzen ist das richtige Anlegen deines Kindes:
   Bauch zu Bauch, kindliche Nase in Warzenhöhe, so dass Kind und Warze im rechten Winkel liegen
- Lass nach dem Stillen den Rest Muttermilch und kindlichen Speichel an der Warze antrocknen; setze ruhig häufiger deine Warzen Luft und Sonne aus.

Hilfe bei wunden Warzen
- Lege dein Kind bei wunden Stellen um, d.h. benutze jedesmal eine andere Position
- Du kannst mit Zinn-Hütchen, Honig, Traubenzucker, Schwarztee-Beutel, verdünnter Calendula-Essenz,
  Johanniskrautöl u.v.m. den Warzen zu Leibe rücken. Bitte frage deine Hebamme oder Stationsschwester,
  was in deiner Situation am besten ist.
- Lege dein Kind nicht zu hungrig an die Brust! Wickele es nach der Mahlzeit oder zwischen beiden Seiten,
  wenn es bereits nach der ersten Brust einschläft. Die ersten gierigen Züge schmerzen sehr und fördern das
  Wund sein.

BabyRueck.gif (1443 Byte)Der Milchstau
Was ist ein Milchstau?
- Milch staut sich in einer Brustdrüse
- die gestaute Stelle ist gerötet, hart und druckempfindlich
- geht häufig mit Temperaturerhöhung einher

Was kannst du beachten, um einem Milchstau zu vermeiden?
- keine beengende Kleidung (passender BH)
- Brust in der Stillzeit warm halten
- bei zu großen Stillpausen die Milch ausstreichen
- körperliche und psychische Überanstrengungen vermeiden
- Füße warm halten

Abhilfe beim Milchstau:
- die gestaute Stelle MUSS entleert werden!
- gestaute und verhärtete Stelle massieren und ausstreichen (geht gut unter der heißen Dusche)
- nach dem Entleeren oder Stillen kühle Wickel (gerne mit Quark) auf die betroffene Seite auftragen
- in den "Stau-Tagen" Ruhe einkehren lassen, ruhig mit dem Kind ins Bett zurückziehen und verwöhnen lassen
- kindlicher Unterkiefer an der Seite anlegen, wo sich die gestaute Stelle befindet (der Unterkiefer arbeitet
  kräftiger und entleert die Milchdrüsen besser) Dadurch kann es zu ungewöhnlichen Positionen kommen, wie
  z.B. das Kind von ober über die Schulter gelegt trinken lassen. Das sieht vielleicht abenteuerlich aus, aber
  keine Sorge, dein Kind verschluckt sich nicht, es kann sozusagen "bergauf" trinken.

BabyRueck.gif (1443 Byte)Training nach der Geburt  (geschrieben von Tina, ausgebildete Aerobic-Trainerin)
1. Man sollte die ersten 4-6 Wochen nach der Geburt nicht trainieren, da sich der Körper von den Strapazen der
    Geburt (und der SS) erst mal Vollständig erholen sollte - Regeneration ist genau so Teil des Trainings wie das
    Training an sich!
2. Sollte man in den ersten Wochen (besser: ersten drei Monaten) nach der Geburt starke Belastungen des
    Beckenbodens vermeiden, wie sie häufig vorkommen, wenn man sich beim Training anstrengt.
3. Auf keinen Fall Training für die geraden Bauchmuskeln (sit ups u. ä.) bevor sich die Rektus Diastase (Schlitz
    zwischen den geraden Bauchmuskeln), bevor sich diese wieder KOMPLETT geschlossen hat - sonst bleibt der
    Spalt zwischen den Bauchmuskeln für den Rest des Lebens bestehen!!!! Es kann bis zu 3-4 Monaten dauern,
    bevor die Rektus Diastase wieder geschlossen ist - d. h. bis die Bauchmuskeln nicht mehr überdehnt sind!
4. Steht Stillen einem ausgewogenen Fitnesstraining in keinster Weise entgegen - ich kenne Aerobic-
    Trainerinnen, die 20 Stunden die Woche gegeben haben und nebenbei sechs Monate voll gestillt haben.
    Man sollte nur darauf achten, dass man vor dem Training stillt oder abpumpt und einen vernünftigen BH,
    evtl. auch zwei übereinander, trägt - dann kann man sogar High-Impact-Aerobic mitmachen, wenn man
    den will!
BabyRueck.gif (1443 Byte)Ohren auf Durchzug schalten wenn
Mütter oder Schwiegermütter mit tollen Tipps und Vorurteilen kommen wie:

- das Kind schreit bestimmt, weil es Hunger hat. Wieg es doch mal vor und nach dem Stillen,
  dann weißt du wie viel es trinkt -
 
NEIN - generell würde ich raten, nicht öfter als einmal die Woche zu wiegen!
- du musst deinem Kind auch was zu trinken anbieten, mach ihm doch mal einen Fencheltee
 
NEIN - Muttermilch ist sättigend und durststillend zugleich, zusätzliche Flüssigkeit ist nicht nötig
- Hängt das Kind schon wieder an deiner Brust?  Du verwöhnst es zu sehr!
 
NEIN - ein so kleines Kind kann man gar nicht genug verwöhnen, der Hautkontakt fördert im
               übrigen nachweislich die zwischenmenschlichen Beziehungen...
- Also wenn ich nicht schon nach drei Wochen Brei / Fenchelhonig / Zwieback zugefüttert hätte,
  hättest du damals die Zeit nie überlebt ...
 
NEIN - hätte deine Mutter nicht nach der Uhr und unter Stress gestillt, hättest du locker von ihrer
                Muttermilch leben können
- Deine Milch ist nicht gehaltvoll genug, weil du dich selbst nicht richtig ernährst. Das Kind hungert.
  
NEIN - die Milch hat immer genau die gleiche Zusammensetzung, überall auf der Welt, sogar in
                Hungergebieten auf dieser Welt. Die Milch wird aus den Reserven der Mutter gebildet und
                die sind meistens ausreichend.
- Durch die lange Stillerei bekommst du einen Hängebusen
  
NEIN - für eine etwas schlaffere Brust ist die Schwangerschaft an sich verantwortlich. Ein Busen,
                der sich während der Stillphase langsam zurückbilden kann, ist hinterher straffer als ein
                schnell abgestillter.
- Deine Brustwarzen eignen sich nicht zum Stillen (z.B. bei Schlupf- oder Hohlwarzen)
  
NEIN - Jede Brustwarze kann Milch geben. Schlupf- und Hohlwarzen kann man während der
                 Schwangerschaft schon formen, oder man benutzt einfach Stillhütchen.
- Benutze keine Stillhütchen, sonst versiegt die Milch ganz schnell
  
NEIN - Wenn du dein Kind regelmäßig anlegst, kannst du so lange stillen, wie du möchtest!
- Du musst dein Kind jetzt wecken, damit es isst - sonst findet es keinen Rhythmus!
  
NEIN - Dein Kind bestimmt seinen eigenen Rhythmus. Sollte dir dir Brust platzen, dann streiche
                 die Milch vorsichtig aus (du kannst sie ggf. einfrieren)
- Besorge dir eine Milchpumpe, dann kannst du abpumpen und jemand anders (z.B. ICH ICH ICH)
   kann das Baby auch mal füttern, du kannst dich dann mal ausruhen...
  
NEIN - Abpumpen bringt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage durcheinander. Deine Brust
                 wird die Milchpumpe als hungriges Kind betrachten und noch mehr Milch produzieren.
                 Muttermilch abpumpen ist allerdings eine echte Alternative, wenn Frau bald wieder anfangen
                 muss zu arbeiten und dann wirklich aus einem DRINGENDEN Grund jemand anders das
                 Kind füttert.
BabyRueck.gif (1443 Byte)Hilfe, ich schaffe das nicht!

Wenn dir alles zu viel wird, sich massenhaft Besuch einlädt oder eingeladen hat, sich alleine bei dem
Gedanken daran alles verkrampft, die dir Brüste schmerzen und du das Gefühl hast, dass dir - gerade in
der etwas schwierigen Anfangszeit - alles über den Kopf wächst, dann wehr dich!
Lade Besuch aus, oder lass den Besuch den Kuchen mitbringen und selbst Kaffee kochen - erlaube dir
selbst, die Uhrzeit festzulegen. Deine Umwelt muss sich dir und dem Kind anpassen und nicht umgekehrt.
Klar können dadurch Unstimmigkeiten auftreten oder verschiedene Leute sind sogar verprellt...

Aber was ist besser - zufriedene Leute, die ihre Neugier befriedigt haben, oder DEIN zufriedenes Kind,
für das DU genügend Muttermilch hast! Eine Antwort hierauf erübrigt sich wohl...

Ach so, solltest du wirklich Schwierigkeiten mit dem Stillen haben, wende dich schnellstmöglich an deine
Hebamme, Frauenärztin, die örtliche Stillberatung, schreibe in diversen Foren oder an die LaLecheLiga.
Alle diese Leute wissen um die Bedeutung der Muttermilch und werden mit Sicherheit bemüht sein, dir
auch wirklich zu helfen.

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