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Die in der nachfolgenden Tabelle gemachten Angaben für die ersten 12 Lebensmonate beziehen sich auf den frühest möglichen Zeitpunkt für die vom Baby zu erlernende Tätigkeit. Es heißt nicht, dass dein Kind das alles zum angegebenen Zeitpunkt können muss, es hat dafür mehrere Monate noch Zeit. Zum Beispiel wird dein Kind, wenn es früh krabbelt und läuft, wenig oder gar nicht sprechen, oder aber umgekehrt, es plappert wie ein Wasserfall und krabbelt und läuft dafür später. Beides gleichzeitig geht leider nicht!!

Allgemeine Motorik
1. Monat
- Reflektorische

  Bewegungen
- Ungezielte, unkoordi-
  nierte Zufallsbewegungen
- Die Beugehaltung  
  überwiegt
- Kurzes Kopfheben
  und zur Seite drehen
  in Bauchlage (Freihalten der Atemwege)
2. Monat:
- Kopfheben aus  
  Bauchlage bis 45°

- Nimmt Kopf bei
  Hochziehen zum
  Sitzen ruckweise mit
- Beugehaltung
  überwiegt noch
- Kräftiges  Strampeln

- Fehlende Stehbreitschaft,
  übernimmt kein Gewicht
3. Monat:
-
Stützt sich auf die
  Unterarme (Ellenbogen
  unter der Schulter)
- Becken liegt auf
  Unterlage, Hüften sind
  gestreckt
- Zeitweilig asymetrische
  Haltung in
  Rückenlage
- Kann Kopf in Rückenlage
  auch in Mittelstellung halten.
- Dreht Kopf von einer
  Seite zur anderen
- Beim Hochziehen zum
  Sitzen wird der Kopf in
  Verlängerung des
  Rumpfes mitgenommen.
4. Monat:
- Hebt Kopf in
  Rückenlage
- Nimmt beim Hochziehen
  zum Sitzen den Kopf
  aktiv nach vorne
- Symmetrische Haltung
- Dreht sich in Seitenlage
- Kopfkontrolle auch im
- Sitzen
5. Monat:
- Stützt sich auf einen
  Unterarm, greift mit der
  anderen Hand
- "Schwimmt", hebt   Arme  und
   Beine gleichzeitig in 
   Bauchlage hoch
- Dreht sich vom Bauch in die
  Rückenlage
- Hilft aktiv beim Hoch-
  ziehen zum Sitzen mit
6. Monat:
- Dreht sich von Rücken
  in Bauchlage und um-
  gekehrt
- Stützt sich in Bauchlage
  auf die offenen Hände
- Spielt in Rückenlage mit
  den eigenen Füßen
- Sitzt mit Unterstützung
- Landau-Reaktion, Sym.
  Nacken/Rumpfstreckung
- Beginnt im gehaltenen
  Stand, Gewicht zu
  übernehmen.
- Steht noch häufig auf
  den Zehenspitzen
7. Monat:
- Stützt sich im Lang-
  sitz vorne zwischen
  den Beinen ab
- Das Gleichgewicht im
  Sitzen ist noch unsicher
- Versucht durch das
  Drehen, aktiv an die
  Dinge heranzukommen
- Belastet den ganzen
  Fuß, wenn es im
  Stand gehalten wird.
8. Monat:
- Seitliches Abstützen
  im Sitzen
- Dreht sich in Bauchlage um
  die eigene Achse
- Robbt rückwärts
- Steht gehalten
- Wippt im gehaltenen
  Stand auf und ab,
  schult Mobilität unter
  Belastung
9. Monat:
- Robbt durch den Raum
- Kommt in den Vier-
  füßlerstand, schaukelt,
  verlagert das Gewicht
- Kommt über die Bauchlage
  zum Sitzen hoch
- Stützt sich im Sitzen
  nach Hinten
- Rückenlage wird ab-
  gelehnt
- Holt Spielzeug durch
  Lageveränderung
10. Monat:
- zieht sich aktiv in den
  Stand hoch
- steht mit Anhalt
- Schrittbewegungen an
  Ort und Stelle
11. Monat:
- läuft seitlich an Möbeln
  entlang
- läuft an beiden Händen
  gehalten
- Bärengang: kriechen
  auf Händen und Füßen
- Wechselt aktiv in jede
  Stellung
12. Monat:
- Schiebt Möbel vor sich
  her
- Läuft an einer Hand
  gehalten
- Bewegungen er-
  scheinen noch unbeholfen,
   eckig und undosiert
Handfunktion
1. Monat
- Hände meist
  gefaustet
- zufälliges, unkoordi-
  niertes Öffnen der
  Hände
- Hände kommen zu-
  fällig zum Mund, saugt
  daran
2. Monat:
- Kommt mit den
  Händen  immer
  sicherer zum  Mund
- Zufälliges Öffnen der
  Hände
- Umklammert
  Gegenstände
- Armbewegungen in
  Richtung der Reiz-
quelle sind möglich.
3. Monat:
-
Hält fest, was ihm in die
  Hand gegeben wird
- Tastet unmittelbare
  Umgebung ab
- Kratzt an Unterlage
- Hände kommen ins
  Blickfeld des Kindes
- Kommt mit Händen über
  der Brust zusammen
- Berührt es zufällig
  etwas mit den Händen,
  so greift es danach
  (z.B. Bettdecke)
4. Monat:
- Betrachtet eigene
  Hände
- Fingerspiel
- Greift beidhändig nach
  dem Spielzeug
- Greift mit ganzer Hand
  ohne Daumenbeteiligung
  (Affengriff)
- Greift noch mit
  proniertem Unterarm
5. Monat:
- Greift seitengleich,
  aber jeweils nur mit
  einer Hand nach dem
  Spielzeug
- Führt die zweite Hand
  später zum bereits
  ergriffenen Gegenstand
- Betastet Spielzeug
  beidhändig
6. Monat:
- Wird mit den Händen
  geschickter
- Wechselt Spielzeug von
  einer Hand in die andere
- Läßt ersten Gegen-
  stand noch fallen, wenn
  es einen zweiten er-
  greift
- Sprungbereitschaft
- Hält Spielzeug fest,
  wenn es weggenom-
  men wird.
7. Monat:
- Hält in jeder Hand
  etwas, betrachtet ab-
  wechselnd, verglei-
  chend
- Gute Stützreaktion 
  nach vorne
8. Monat:
- Stützfunktion zur
  Seite im Sitzen
9. Monat:
- Scherengriff: Greift mit
  dem Daumen noch seit-
  lich zum Zeigefinger
- Opposition des
  Daumens fehlt noch
- Stützreaktion nach
  hinten
- Schlägt zwei Dinge
  aneinander
10. Monat:
- Stochert, piekt, bohrt
  mit ausgestrecktem
  Zeigefinger
- Pinzettengriff: Opposi-
  tion des Daumens zum
  gestreckten Zeigefinger
11. Monat:
- absichtliches Loslas-
  sen und Wegwerfen
- geschicktes Greifen mit
  gestreckten Fingern,
- Pinzettengriff
- Zangengriff: Greifen mit
  Daumen und gebeugtem
  Zeigefinger
12. Monat:
- Versucht durch
  Kraftaufwand und
  weniger durch Drehen
  u.a. dosierten Bewe-
  gungen zum Ziel zu
  gelangen
- Wird, wenn es nicht
  klappt, leicht ärgerlich
  und ungeduldig
- Zum Einstecken fehlt
  noch das nötige Ge-
  schick, gibt daher noch
  schnell wieder auf
Wahrnehmung
1. Monat
- Reagiert mit dem
  ganzen Körper auf
  sensorische Reize
- Die körpernahen Sinne
  dominieren.
- Auf plötzliche,
  unerwartete Stimuli
  reagiert es mit
  Abwehrhaltung
  (Erschrecken, Ab-
  wenden, Zurück-
  ziehen von Armen und
  Beinen usw.)
2. Monat:
- Hält einen Reiz für
  kurze Zeit fest, die
  Aufmerksamkeit wird
  immer größer
- Umklammert  
  Gegenstände
- Hält bei Geräuschen
  und Berührungsreizen
  kurze Zeit in der
  Bewegung inne
- Fixiert Lichtquelle
  kurze Zeit
- Differenziert vorallem:
  hell – dunkel –
  Kontraste, leuchtende
  Dinge, sich bewegen-
  de Gegenstände,
  Stimme der Mutter
- Blickwinkel beträgt ca.
  90°
- Sensorische Reize
  müssen noch in den
  "Aktionsradius" des
  Kindes gelangen,
  wenn es darauf
  reagieren soll.
3. Monat:
-
Aufmerksamkeits-
  spanne für Sinnesreiz
  größer
- Tastet, kratzt, greift
  nach taktilen Reizen
- Beobachtet optische
  Reize, besonders wenn
  dieses sich bewegen,
  sich vom Hintergrund
  abzuheben (z.B. Mobile,
  Blätter im Wind usw.)
4. Monat:
- Lokalisiert Sinnesreize,
  dreht sich nach Reiz um
- Koordiniert die einzel-
  nen Sinneswahrneh-
  mungen, assosziert sie
- Greift nach Dingen, die
  es sieht
- Sucht Geräuschquelle
  mit den Augen
- Bewegt Rassel, lauscht
  auf das Geräusch,
  beobachtet Bewegung
- Steckt Gegenstände in
  den Mund (Tastsinn und
  Geschmackssinn
5. Monat:
- Will alles sehen und
  ergreifen
- Streckt Arme nach er-
  blickten Gegenständen
  aus, auch wenn sich
  dieser außerhalb der
  Reichweite des Kindes
  befindet. Kann Entfer-
  nungen noch nicht ab-
  schätzen
- Zeigt mehr Interesse an
  optischen als an aku-
  stischen Reizen, wenn
  diese gleichzeitig an-
  geboten werden.
6. Monat:
- Untersucht die Gegen-
  stände, will wissen
- Wie fühlt es sich an?
- Wie sieht es aus?
- Welche Geräusche
  macht es?
- Wie schmeckt es?
- Wie riecht es?
- Was kann ich damit
  tun?
7. Monat:
- Schaut von einem
  Gegenstand zum
  anderen, vergleicht sie
- Erfasst einfache Situa-
  tionen des Alltags
-  Erfährt durch das
  Sitzen die Senkrechte
  im Raum/2. Dimension
- Sucht nach Spielzeug,
  das ihm entfallen ist.
8. Monat:
- Betrachtet eigenes
  Spiegelbild mit
  Interesse
- Unterscheidet bekan-
  nte Personen, Dinge
  und fremde Personen,
  Gegenstände (visuell)
- Greift nach sichtba-
  rem Gegenstand,
  außerhalb des be-
  grenzten Raumes
  (Bett, Laufstall...)
- Holt sich Spielzeug
  wieder, wenn es aus
  dem "Versteck" noch
  hervorschaut
- Erkennt Gegenstände
  an Details wieder
- Lauscht einer Unter-
  haltung
- Beginnendes Inter-
  esse an: "Davor",
  "Dahinter, "Drinnen",
  "Draußen" etc.
9. Monat:
- Einzelwahrnehmungen
  werden in die richtige
  Reihenfolge gebracht,
  zeitlich eingeordnet
- Wahrgenommenes wird
  in richtiger zeitlicher
  Folge wiedergegeben
- Nachahmung von Be-
  wegungen, Handlungen
  und Lauten /  Worten
- Beobachtet mit Inte-
  resse: was passiert,
  wenn....
- Verfolgt sich bewe-
  gende, fallende,
  rollende Dinge
- Beobachtet und verfolgt
  die eigene Tätigkeit und
  das Tun der Er-
  wachsenen
- Robbt und dringt so in
  die Tiefe des Raumes,
  erfährt die 3. Dimension
10. Monat:
-
Interesse an allen
   Löchern
- Suchverhalten nach
  Dingen, die vor ihm
  versteckt wurden
- Neugierverhalten
- will wissen, was da-
  vor, dahinter, drinnen,
  draußen, oben, unten
  usw. ist.
- Schaut in alle Gefäße,
  Ecken, unter Möbeln  
  (Raumwahrnehmung)
- Bekommt Einsicht in die
  Zusammenhänge
- Schiebt Gegenstand an
  Tischkante, erprobt das
  Hinunterwerfen
11. Monat:
- untersucht alles, von
  allen Seiten, dringt in die
  Tiefes des Raumes ein
- Voraussicht von Er-
  eignissen, soweit sie
  von der eigenen Hand-
  lung abhängen
- erwartet bestimmte
  Verrichtung, die es
  kennt
- Raumwahrnehmung
  deutlich zu erkennen
- Zeitliche Orientierung ist
  zu erkennen, soweit sie
  von bekannten alltäg-
  lichen Verrichtungen
  abhängen
12. Monat:
- Zufällige Ereignisse,
  Handlungen lösen ein
  bestimmtes Verhalten
  aus, weil sich das Kind
  daran erinnert
- Noch kein völliges Los-
  lösen der Vorstellung
  von der Wahrnehmung
- Gegenstände sind
  bekannt und werden als
  Gelegenheit zum
  Handeln aufgefaßt
- Beginnendes Zusam-
  menfügen (Einstecken,
  Aufeinanderstellen etc.)
Aktives Spiel
1. Monat
- Das Kind reagiert 
  auf  bestimmte Reize
  mehr oder weniger
  reflektorisch
- Reflexübungen und
  Spiel sind noch nicht
  zu trennen
- Ein Ein- und Ausüben
  verschiedener
  Aktivitäten aus dem
  Vergnügen heraus,
  diese zu beherrschen,
  ist noch nicht zu
  erkennen.
2. Monat:
- Zufallshandlungen
- Einfache Gewohn-
  heiten aus eine
  gewissen Funktions-
  lust heraus
- Mittel und Zweck
  bilden noch eine
  Einheit
3. Monat:
-
Reagiert auf Sinnes-
  reize, fixiert sie und  
  verweilt bei ihnen.
- Betastet Dinge, die es
  zufällig berührt.
- Betastet eigene Hände
  und führt sie zum Mund
- Beobachtet und verfolgt
  Dinge mit den Augen
- Lauscht auf Geräusche
- Beginnende Zuwen-
  dung zur Reizquelle hin,
  besonders bei akus-
  tischen und taktilen
  Reizen
4. Monat:
- Aktive Wiederholung
  um Interessantes
  andauern zu lassen
- Koordination der bisher
  erworbenen Schemata
- "Freude, Ursache zu
  sein"
- Mittel und Zweck
  beginnen sich zu
  differenzieren
- Greift nach Dingen
- Steckt Spielsachen in  
  den Mund
- Fingerspiel
5. Monat:
- Will alles sehen und
  ergreifen
- Freude am Hantieren,
  bewegen
6. Monat:
- Hantiert
- Übt gewohnte Schema-
  ta mit Gegenständen
- Sammelt Erfahrung im
  Umgang mit Dingen
- Will wissen, wie sich
  die Dinge anführen, wie
  sie aussehen, schmec-
  ken, riechen, welche
  Geräusche sie hervor-
  rufen usw.
- Läßt sich Spielsachen
  nicht mehr einfach
  abnehmen, hält fest
7. Monat:
- Dreht sich, rollt sich
  zum Spielzeug hin
- Buntes Spielzeug wird
  bevorzugt
- Freude am selbst
  verursachten Lärm
- Sucht nach verlore-
  nem Spielzeug
- Klopft Gegenstand
  gegen Unterlage,
  Tisch etc.
8. Monat:
- Ist neuem Spielzeug
  gegenüber skeptisch
- Beginnendes Han-
  tieren mit 2 Gegen-
  ständen
- Schiebt mit dem
  Würfel einen anderen
  Würfel über den Tisch
9. Monat:
- Schlägt zwei Dinge
  aufeinander
- Beginnende Raum-
  eroberung durch das
  Robben
- Koordination der bisher
  erworbenen Fähig-
  keiten, Schemata
- Anwendung bereits
  bekannter Schemata
  auf neue Situationen
- Verknüpfung von Mittel
  und Zweck
- Holt Spielzeug durch
  Lageveränderung
- nachahmen von ein-
  fachen alltäglichen
  Handlungen, Gebärden,
  Lauten
10. Monat:
- Interesse an allen
  Löchern und Hohl-
  räumen
- Ausräumen von Dingen
  aus Behältern, Schub-
  laden usw.
- Probiert an Gegen-
  ständen verschiedene
  Handlungsweisen aus
- Experimentiert
11. Monat:
- Freude am Rausholen
  und Hineintun
- Raumeroberung durch
  das Kriechen und
  Robben
- Untersucht alles von
  allen Seiten
- zieht Spielzeug an
  Schnur heran
- Wegwerfen: betontes
  Loslassen
- großer Bewegungs-
  drang
12. Monat:
- Experimentiert mit
  Gegenständen, probiert
  aus, was es alles damit
  anfangen kann
- Wiederholt, verändert,
  variiert seine Hand-
  lungsweisen
- Aus-, Einräumen von
  Gegenständen
- Raum- und
  Umwelteroberung
- Zufällige Ereignisse
  werden mit ver-
  schiedenen Handlungen
  kombiniert
Sozialverhalten/Sozialentwicklung
1. Monat
- Beruhigt sich bei
  Zuwendung (auf den
  Arm nehmen, zu ihm
  sprechen...)
- Beansprucht noch
  ungeteilte Aufmerk-
  samkeit (z.B. beim
  Trinken)
2. Monat:
- Lächelt beim Anblick
  der Mutter
- Hautkontakt steht
  noch im Vordergrund
- Tag-Nacht-Rhythmus
  noch unstabil
3. Monat:
- In der Mimik des Kindes
  sind feinere Unter-
  schiede zu erkennen
- Verfolgt sich be-
  wegendes Gesicht
- Beruhigt sich teilweise
  selber durch Saugen
  (Schnuller oder Finger)
- Tag- und Nachtrhytmus
  hat sich eingespielt
4. Monat:
- Freudige Erregung bei
  Zuwendung
- Unmutsäußerungen bei
  Abwendung
- Lebhafte Mimik
- Lächeln und Reaktionen
  des Kindes sind aus-
  drucksvoller
5. Monat:
- Wendet sich sprechen-
  der Person zu
- Beobachtet das Tun der
  Erwachsenen
- Will alles sehen und
  ergreifen
- Drückt in der Laut-
  gebung seine Stimmung
  deutlich aus.
6. Monat:
- Beobachtet Gebärde
  mehr wie Töne und
  Sprache
- Unmutsäußerungen,
  wenn ihm Spielzeug
  aus der Hand genom-
  men wird
- Hält fest, wenn ihm
  etwas weggenommen
  wird.
7. Monat:
- Ruf-, Verneinungs-
  laute
- Ruft den Erwach  se-
  nen, sucht aktiv des-
  sen Aufmerksamkeit
- Versteckspiel mit ei-
  nem Tuch "Guck-guck"
8. Monat:
-
Unterscheidet bekannt
  und unbekannt (Per-
  sonen, Gegenstände.
- Lehnt Veränderungen
  ab, verlangt nach ei-
  nem gewissen Zere-
  moniell
- Beachtet Mimik,
  Mundbewegungen am
  gegenüber
- Versucht Spielzeug
  dem Erwachsenen
  abzunehmen
- Versteckspiel wird
  verstanden
9. Monat:
- Sprachliche Dialoge
  zwischen Kind und dem
  Erwachsenen
- Beobachtet mit Inter-
  esse das Tun der
  anderen Personen im
  Raum
- Ahmt Handlungen nach
- Ahmt Gesten nach:
  "Winke-winke"
  "Bitte-bitte" etc.
10. Monat:
- Reagiert auf seinen
  Namen
- Führt die Hand der
  Mutter, wenn es alleine
  nicht zurecht kommt
- Befolgt einfache
  Aufforderungen
- Versteht Gebärde und
  Worte sinngemäß
- Reicht Erwachsenem
  Spielzeug, läßt aber
  noch nicht los
11. Monat:
- hat Personen lieb,
  umarmt sie
- zeigt deutlich Ableh-
  nung, wenn es jeman-
  den nicht mag
- Gleichaltrige werden
  noch als Gegenstände
  behandelt
- versteht Lob, wieder-
  holt Tätigkeit, die gelobt
  wurde, über die gelacht
  wurde
12. Monat:
- Bei unerwarteten
  Ereignissen wendet es
  sich mit fragendem
  Gesichtsausdruck an
  den Erwachsenen
- Befolgt einfache Auf-
  träge, holt gewünschte
  Gegenstände
- Versteht einfache Ge-
  und Verbote
- Beobachtet Gleich-
  altrige oder andere
  Kinder beim Spiel
Sprache
1. Monat
- Monotones Schreien
(Stimmlage) unter-
schiedlicher Lautstärke
- Trinkgeräusche
- Kehllaute (ch-Laute)
2. Monat:
- Die Mutter kann am
  Schrei erkennen, was
  dem Kind fehlt
  (Hunger, Unwohlsein) - Vokalplaudern
- Lautgruppe "Erre"
- "Rrrrrrrr"-Ketten
- Lautäußerungen
  werden häufiger
3. Monat:
- Schnalzlaut beim
  Fingerlutschen
- Vokallaute differen-
  zieren sich ( a, u)
- Verschlußlaute
  (ch-gepreßt)
- Blasreiblaute Ausbla-
  sen der Luft zwischen
  geschlossenen Lippen – Blasenbildung möglich
- Konsonantenbildung; m,
  b, w, r, brr
- "R"-Ketten und Lachen
- Wiederholung einzelner
  Silben
4. Monat:
- Plaudert gerne, wenn
  es allein ist (im Bett)
- Vokallaute u, i
- Konsonantenbildung
  vielfältiger: h, w, g, gl,
  b, m,p
- Konsonantengruppen
  ba, ga
- Kettenbildung: gagaga,
  Rrrrrrrr-Ketten
- Stimmlagewechsel
- Einschlaflaute
- Blasreiblaute
- Lippenverschlußlaute
5. Monat:
- Tonfall wird melodi-
  scher, differenzierter
- Kräht in verschiedenen
  Tonlagen
- Drückt Stimmung in der
  Lautgebung deutlich
  aus.
- Entladungsketten und
  Silbenketten gagaga,
  dadada, mamamam,
  papapap
6. Monat:
- Bei Silbenketten wird
  ein Rhythmus erkennbar
- Zeitweilig Nasallaute
- Anstrengungslaute
- Lautlose Mundbe-
  wegungen
- Versteht die einfache
  Gebärdensprache
7. Monat:
- Vokalwechsel
- Konsonanten: w, f
- Flüstern
- Anstrengungslaute
- Ruflaute
- Verneinungslaute
8. Monat:
- Lauscht einer Unter-
  haltung
- Konsonanten: f, s, l, n
- Trennungswechsel
  dada – ada
- Kettengliederung
- Doppelsilben
- Zungenlaute: l
- Hustet willkürlich,
  nachahmend
- Dialoge "Gespräche"
  mit dem Erwachsenen
  sind möglich (Silben)
9. Monat:
- Verbindet Laut-
  äußerungen mit der
  Gebärde
- Erste Wortab-
  grenzungen (meist
  Doppelsilben), die vom
  Kind sinnvoll verwendet
  werden: Dada, Mama,
  Ham, Heia usw.
- Trennungswechsel bei
  Silben: dada – ada
- Nachsprechen einzel-
  ner Worte und Silben
10. Monat:
- verwendet Worte
  sinngemäß
- befolgt einfache
  Aufforderungen
- zeigt auf benannte
  Gegenstände, sucht sie
  mit den Augen
- Sprachverständnis
  wird deutlich
11. Monat:
- spricht nach
12. Monat:
- Versucht sich noch
  mehr durch die Gebärde
  als durch Worte ver-
  ständlich zu machen
- Echoalie ist möglich
  (mehrfache Wort/Laut-
  wiederholung)
- Befolgt einfache
  Aufträge, holt
  Gegenstände
Mundfunktion
1. Monat
- Bei taktiler Stimulation
  der Mundregion:
  Auslösen der oralen
  Reflexe: Suchreflex
  Saug-Schluck-Reflex
- Saugt an den eigenen
  Händen, wenn diese
  zufällig in den Mund
  kommen
- Zum Ergreifen des
  Saugers o. Brust-
  warze noch Hilfestel-
  lung erforderlich
- Kräftiges Saugen bei  
  voller Konzentration
- Guter Mund- und
  Lippenschluß
2. Monat:
- Ergreift mit zunehmen-
  der Sicherheit Sauger
  oder Brustwarze, hält
  fest
- Kräftiges, rhyth-
  misches Saugen
- Hand-Mund-
  Koordination
3. Monat:
-
Orale Reflexe
  verschwinden
- Es kommt vorüber-
  gehend leichter zum
  Verschlucken
- Zunge kommt zufällig,
  spielerisch zwischen
  die Lippen.
4. Monat:
- Vollgerundete Lippen
  beim Saugen
- Läßt Sauger los, er-
  greift in wieder (spielt
  damit)
- Bei Löffelkost ist es mit
  Zunge noch unge-
  schickt
- Breikost wird u.U. noch
  abgelehnt.
5. Monat:
- Nimmt Nahrung mit
  guten Lippenschluß
  vom Löffel ab.
- Akzeptiert Breikost
- Spielerische Zungen-
  bewegungen
6. Monat:
- Zungenspiele
- Fester Lippenschluß
- Kann Lippen spitzen
- Nähert sich mit dem
  Kopf dem Löffel oder
  Becher
- Gute Abnahme der
  Nahrung vom Löffel
- Lautlose Mundbe-
  wegungen
- Beim Trinken aus dem
  Becher geht noch
  etwas daneben
7. Monat:
- Beißt auf allen
  Gegenständen herum
- Kann Flüssigkeit noch
  nicht im Mund behalten
- Nach Absetzen des
  Bechers läuft noch
  etwas wieder aus
  dem Mund.
8. Monat:
- Kaubewegungen
  werden sichtbar
- Beobachten Zungen-,
  Lippenbewegungen
  beim Gegenüber
- Spielerische Be-
  wegungen mit der
  Zungenspitze
9. Monat:
- Beißt auf Brot, Keks
  usw. herum
- Schluckt die Brocken
  noch teilweise ganz
- Ißt mit den Händen allein
10. Monat:
- trinkt allein kleine
  Mengen aus der Tasse
- ißt allein mit der Hand
- mit dem Löffel kommt es
  allein noch nicht zurecht
- spielt mit Eßgeschirr
- Kaubewegungen sind
  vorhanden
- Pustet gern
- Schlürft gern
11. Monat:
- zieht Mütze vom Kopf
- zieht Strümpfe und
  Schuhe aus
- versucht beim Füttern
  mitzuhelfen
12. Monat:
- Hilft beim An- und
  Ausziehen
- Trinkt allein aus Tasse,
  legt den Kopf dabei
  noch weit zurück
- Ißt lieber mit der Hand
  als mit dem Löffel
- Nimmt Nahrungsstücke
  aus dem Mund, be-
  trachtet sie und steckt
  sie wieder in den Mund
  zurück
- Gegenstände werden
  nicht mehr so viel in den
  Mund gesteckt, weil sie
  dem Kind bekannt sind

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