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Die in der nachfolgenden Tabelle gemachten Angaben für die ersten 12 Lebensmonate beziehen sich auf den frühest möglichen Zeitpunkt für die vom Baby zu erlernende Tätigkeit. Es heißt nicht, dass dein Kind das alles zum angegebenen Zeitpunkt können muss, es hat dafür mehrere Monate noch Zeit. Zum Beispiel wird dein Kind, wenn es früh krabbelt und läuft, wenig oder gar nicht sprechen, oder aber umgekehrt, es plappert wie ein Wasserfall und krabbelt und läuft dafür später. Beides gleichzeitig geht leider nicht!!
| Allgemeine Motorik | |||||
| 1. Monat - Reflektorische Bewegungen - Ungezielte, unkoordi- nierte Zufallsbewegungen - Die Beugehaltung überwiegt - Kurzes Kopfheben und zur Seite drehen in Bauchlage (Freihalten der Atemwege) |
2. Monat: - Kopfheben aus Bauchlage bis 45° - Nimmt Kopf bei Hochziehen zum Sitzen ruckweise mit - Beugehaltung überwiegt noch - Kräftiges Strampeln - Fehlende Stehbreitschaft, übernimmt kein Gewicht |
3. Monat: - Stützt sich auf die Unterarme (Ellenbogen unter der Schulter) - Becken liegt auf Unterlage, Hüften sind gestreckt - Zeitweilig asymetrische Haltung in Rückenlage - Kann Kopf in Rückenlage auch in Mittelstellung halten. - Dreht Kopf von einer Seite zur anderen - Beim Hochziehen zum Sitzen wird der Kopf in Verlängerung des Rumpfes mitgenommen. |
4. Monat: - Hebt Kopf in Rückenlage - Nimmt beim Hochziehen zum Sitzen den Kopf aktiv nach vorne - Symmetrische Haltung - Dreht sich in Seitenlage - Kopfkontrolle auch im - Sitzen |
5. Monat: - Stützt sich auf einen Unterarm, greift mit der anderen Hand - "Schwimmt", hebt Arme und Beine gleichzeitig in Bauchlage hoch - Dreht sich vom Bauch in die Rückenlage - Hilft aktiv beim Hoch- ziehen zum Sitzen mit |
6. Monat: - Dreht sich von Rücken in Bauchlage und um- gekehrt - Stützt sich in Bauchlage auf die offenen Hände - Spielt in Rückenlage mit den eigenen Füßen - Sitzt mit Unterstützung - Landau-Reaktion, Sym. Nacken/Rumpfstreckung - Beginnt im gehaltenen Stand, Gewicht zu übernehmen. - Steht noch häufig auf den Zehenspitzen |
| 7. Monat: - Stützt sich im Lang- sitz vorne zwischen den Beinen ab - Das Gleichgewicht im Sitzen ist noch unsicher - Versucht durch das Drehen, aktiv an die Dinge heranzukommen - Belastet den ganzen Fuß, wenn es im Stand gehalten wird. |
8. Monat: - Seitliches Abstützen im Sitzen - Dreht sich in Bauchlage um die eigene Achse - Robbt rückwärts - Steht gehalten - Wippt im gehaltenen Stand auf und ab, schult Mobilität unter Belastung |
9. Monat: - Robbt durch den Raum - Kommt in den Vier- füßlerstand, schaukelt, verlagert das Gewicht - Kommt über die Bauchlage zum Sitzen hoch - Stützt sich im Sitzen nach Hinten - Rückenlage wird ab- gelehnt - Holt Spielzeug durch Lageveränderung |
10. Monat: - zieht sich aktiv in den Stand hoch - steht mit Anhalt - Schrittbewegungen an Ort und Stelle |
11. Monat: - läuft seitlich an Möbeln entlang - läuft an beiden Händen gehalten - Bärengang: kriechen auf Händen und Füßen - Wechselt aktiv in jede Stellung |
12. Monat: - Schiebt Möbel vor sich her - Läuft an einer Hand gehalten - Bewegungen er- scheinen noch unbeholfen, eckig und undosiert |
| Handfunktion | |||||
| 1. Monat - Hände meist gefaustet - zufälliges, unkoordi- niertes Öffnen der Hände - Hände kommen zu- fällig zum Mund, saugt daran |
2. Monat: - Kommt mit den Händen immer sicherer zum Mund - Zufälliges Öffnen der Hände - Umklammert Gegenstände - Armbewegungen in Richtung der Reiz- quelle sind möglich. |
3. Monat: - Hält fest, was ihm in die Hand gegeben wird - Tastet unmittelbare Umgebung ab - Kratzt an Unterlage - Hände kommen ins Blickfeld des Kindes - Kommt mit Händen über der Brust zusammen - Berührt es zufällig etwas mit den Händen, so greift es danach (z.B. Bettdecke) |
4. Monat: - Betrachtet eigene Hände - Fingerspiel - Greift beidhändig nach dem Spielzeug - Greift mit ganzer Hand ohne Daumenbeteiligung (Affengriff) - Greift noch mit proniertem Unterarm |
5. Monat: - Greift seitengleich, aber jeweils nur mit einer Hand nach dem Spielzeug - Führt die zweite Hand später zum bereits ergriffenen Gegenstand - Betastet Spielzeug beidhändig |
6. Monat: - Wird mit den Händen geschickter - Wechselt Spielzeug von einer Hand in die andere - Läßt ersten Gegen- stand noch fallen, wenn es einen zweiten er- greift - Sprungbereitschaft - Hält Spielzeug fest, wenn es weggenom- men wird. |
| 7. Monat: - Hält in jeder Hand etwas, betrachtet ab- wechselnd, verglei- chend - Gute Stützreaktion nach vorne |
8. Monat: - Stützfunktion zur Seite im Sitzen |
9. Monat: - Scherengriff: Greift mit dem Daumen noch seit- lich zum Zeigefinger - Opposition des Daumens fehlt noch - Stützreaktion nach hinten - Schlägt zwei Dinge aneinander |
10. Monat: - Stochert, piekt, bohrt mit ausgestrecktem Zeigefinger - Pinzettengriff: Opposi- tion des Daumens zum gestreckten Zeigefinger |
11. Monat: - absichtliches Loslas- sen und Wegwerfen - geschicktes Greifen mit gestreckten Fingern, - Pinzettengriff - Zangengriff: Greifen mit Daumen und gebeugtem Zeigefinger |
12. Monat: - Versucht durch Kraftaufwand und weniger durch Drehen u.a. dosierten Bewe- gungen zum Ziel zu gelangen - Wird, wenn es nicht klappt, leicht ärgerlich und ungeduldig - Zum Einstecken fehlt noch das nötige Ge- schick, gibt daher noch schnell wieder auf |
| Wahrnehmung | |||||
| 1. Monat - Reagiert mit dem ganzen Körper auf sensorische Reize - Die körpernahen Sinne dominieren. - Auf plötzliche, unerwartete Stimuli reagiert es mit Abwehrhaltung (Erschrecken, Ab- wenden, Zurück- ziehen von Armen und Beinen usw.) |
2. Monat: - Hält einen Reiz für kurze Zeit fest, die Aufmerksamkeit wird immer größer - Umklammert Gegenstände - Hält bei Geräuschen und Berührungsreizen kurze Zeit in der Bewegung inne - Fixiert Lichtquelle kurze Zeit - Differenziert vorallem: hell dunkel Kontraste, leuchtende Dinge, sich bewegen- de Gegenstände, Stimme der Mutter - Blickwinkel beträgt ca. 90° - Sensorische Reize müssen noch in den "Aktionsradius" des Kindes gelangen, wenn es darauf reagieren soll. |
3. Monat: - Aufmerksamkeits- spanne für Sinnesreiz größer - Tastet, kratzt, greift nach taktilen Reizen - Beobachtet optische Reize, besonders wenn dieses sich bewegen, sich vom Hintergrund abzuheben (z.B. Mobile, Blätter im Wind usw.) |
4. Monat: - Lokalisiert Sinnesreize, dreht sich nach Reiz um - Koordiniert die einzel- nen Sinneswahrneh- mungen, assosziert sie - Greift nach Dingen, die es sieht - Sucht Geräuschquelle mit den Augen - Bewegt Rassel, lauscht auf das Geräusch, beobachtet Bewegung - Steckt Gegenstände in den Mund (Tastsinn und Geschmackssinn |
5. Monat: - Will alles sehen und ergreifen - Streckt Arme nach er- blickten Gegenständen aus, auch wenn sich dieser außerhalb der Reichweite des Kindes befindet. Kann Entfer- nungen noch nicht ab- schätzen - Zeigt mehr Interesse an optischen als an aku- stischen Reizen, wenn diese gleichzeitig an- geboten werden. |
6. Monat: - Untersucht die Gegen- stände, will wissen - Wie fühlt es sich an? - Wie sieht es aus? - Welche Geräusche macht es? - Wie schmeckt es? - Wie riecht es? - Was kann ich damit tun? |
| 7. Monat: - Schaut von einem Gegenstand zum anderen, vergleicht sie - Erfasst einfache Situa- tionen des Alltags - Erfährt durch das Sitzen die Senkrechte im Raum/2. Dimension - Sucht nach Spielzeug, das ihm entfallen ist. |
8. Monat: - Betrachtet eigenes Spiegelbild mit Interesse - Unterscheidet bekan- nte Personen, Dinge und fremde Personen, Gegenstände (visuell) - Greift nach sichtba- rem Gegenstand, außerhalb des be- grenzten Raumes (Bett, Laufstall...) - Holt sich Spielzeug wieder, wenn es aus dem "Versteck" noch hervorschaut - Erkennt Gegenstände an Details wieder - Lauscht einer Unter- haltung - Beginnendes Inter- esse an: "Davor", "Dahinter, "Drinnen", "Draußen" etc. |
9. Monat: - Einzelwahrnehmungen werden in die richtige Reihenfolge gebracht, zeitlich eingeordnet - Wahrgenommenes wird in richtiger zeitlicher Folge wiedergegeben - Nachahmung von Be- wegungen, Handlungen und Lauten / Worten - Beobachtet mit Inte- resse: was passiert, wenn.... - Verfolgt sich bewe- gende, fallende, rollende Dinge - Beobachtet und verfolgt die eigene Tätigkeit und das Tun der Er- wachsenen - Robbt und dringt so in die Tiefe des Raumes, erfährt die 3. Dimension |
10. Monat: - Interesse an allen Löchern - Suchverhalten nach Dingen, die vor ihm versteckt wurden - Neugierverhalten - will wissen, was da- vor, dahinter, drinnen, draußen, oben, unten usw. ist. - Schaut in alle Gefäße, Ecken, unter Möbeln (Raumwahrnehmung) - Bekommt Einsicht in die Zusammenhänge - Schiebt Gegenstand an Tischkante, erprobt das Hinunterwerfen |
11. Monat: - untersucht alles, von allen Seiten, dringt in die Tiefes des Raumes ein - Voraussicht von Er- eignissen, soweit sie von der eigenen Hand- lung abhängen - erwartet bestimmte Verrichtung, die es kennt - Raumwahrnehmung deutlich zu erkennen - Zeitliche Orientierung ist zu erkennen, soweit sie von bekannten alltäg- lichen Verrichtungen abhängen |
12. Monat: - Zufällige Ereignisse, Handlungen lösen ein bestimmtes Verhalten aus, weil sich das Kind daran erinnert - Noch kein völliges Los- lösen der Vorstellung von der Wahrnehmung - Gegenstände sind bekannt und werden als Gelegenheit zum Handeln aufgefaßt - Beginnendes Zusam- menfügen (Einstecken, Aufeinanderstellen etc.) |
| Aktives Spiel | |||||
| 1. Monat - Das Kind reagiert auf bestimmte Reize mehr oder weniger reflektorisch - Reflexübungen und Spiel sind noch nicht zu trennen - Ein Ein- und Ausüben verschiedener Aktivitäten aus dem Vergnügen heraus, diese zu beherrschen, ist noch nicht zu erkennen. |
2. Monat: - Zufallshandlungen - Einfache Gewohn- heiten aus eine gewissen Funktions- lust heraus - Mittel und Zweck bilden noch eine Einheit |
3. Monat: - Reagiert auf Sinnes- reize, fixiert sie und verweilt bei ihnen. - Betastet Dinge, die es zufällig berührt. - Betastet eigene Hände und führt sie zum Mund - Beobachtet und verfolgt Dinge mit den Augen - Lauscht auf Geräusche - Beginnende Zuwen- dung zur Reizquelle hin, besonders bei akus- tischen und taktilen Reizen |
4. Monat: - Aktive Wiederholung um Interessantes andauern zu lassen - Koordination der bisher erworbenen Schemata - "Freude, Ursache zu sein" - Mittel und Zweck beginnen sich zu differenzieren - Greift nach Dingen - Steckt Spielsachen in den Mund - Fingerspiel |
5. Monat: - Will alles sehen und ergreifen - Freude am Hantieren, bewegen |
6. Monat: - Hantiert - Übt gewohnte Schema- ta mit Gegenständen - Sammelt Erfahrung im Umgang mit Dingen - Will wissen, wie sich die Dinge anführen, wie sie aussehen, schmec- ken, riechen, welche Geräusche sie hervor- rufen usw. - Läßt sich Spielsachen nicht mehr einfach abnehmen, hält fest |
| 7. Monat: - Dreht sich, rollt sich zum Spielzeug hin - Buntes Spielzeug wird bevorzugt - Freude am selbst verursachten Lärm - Sucht nach verlore- nem Spielzeug - Klopft Gegenstand gegen Unterlage, Tisch etc. |
8. Monat: - Ist neuem Spielzeug gegenüber skeptisch - Beginnendes Han- tieren mit 2 Gegen- ständen - Schiebt mit dem Würfel einen anderen Würfel über den Tisch |
9. Monat: - Schlägt zwei Dinge aufeinander - Beginnende Raum- eroberung durch das Robben - Koordination der bisher erworbenen Fähig- keiten, Schemata - Anwendung bereits bekannter Schemata auf neue Situationen - Verknüpfung von Mittel und Zweck - Holt Spielzeug durch Lageveränderung - nachahmen von ein- fachen alltäglichen Handlungen, Gebärden, Lauten |
10. Monat: - Interesse an allen Löchern und Hohl- räumen - Ausräumen von Dingen aus Behältern, Schub- laden usw. - Probiert an Gegen- ständen verschiedene Handlungsweisen aus - Experimentiert |
11. Monat: - Freude am Rausholen und Hineintun - Raumeroberung durch das Kriechen und Robben - Untersucht alles von allen Seiten - zieht Spielzeug an Schnur heran - Wegwerfen: betontes Loslassen - großer Bewegungs- drang |
12. Monat: - Experimentiert mit Gegenständen, probiert aus, was es alles damit anfangen kann - Wiederholt, verändert, variiert seine Hand- lungsweisen - Aus-, Einräumen von Gegenständen - Raum- und Umwelteroberung - Zufällige Ereignisse werden mit ver- schiedenen Handlungen kombiniert |
| Sozialverhalten/Sozialentwicklung | |||||
| 1. Monat - Beruhigt sich bei Zuwendung (auf den Arm nehmen, zu ihm sprechen...) - Beansprucht noch ungeteilte Aufmerk- samkeit (z.B. beim Trinken) |
2. Monat: - Lächelt beim Anblick der Mutter - Hautkontakt steht noch im Vordergrund - Tag-Nacht-Rhythmus noch unstabil |
3. Monat: - In der Mimik des Kindes sind feinere Unter- schiede zu erkennen - Verfolgt sich be- wegendes Gesicht - Beruhigt sich teilweise selber durch Saugen (Schnuller oder Finger) - Tag- und Nachtrhytmus hat sich eingespielt |
4. Monat: - Freudige Erregung bei Zuwendung - Unmutsäußerungen bei Abwendung - Lebhafte Mimik - Lächeln und Reaktionen des Kindes sind aus- drucksvoller |
5. Monat: - Wendet sich sprechen- der Person zu - Beobachtet das Tun der Erwachsenen - Will alles sehen und ergreifen - Drückt in der Laut- gebung seine Stimmung deutlich aus. |
6. Monat: - Beobachtet Gebärde mehr wie Töne und Sprache - Unmutsäußerungen, wenn ihm Spielzeug aus der Hand genom- men wird - Hält fest, wenn ihm etwas weggenommen wird. |
| 7. Monat: - Ruf-, Verneinungs- laute - Ruft den Erwach se- nen, sucht aktiv des- sen Aufmerksamkeit - Versteckspiel mit ei- nem Tuch "Guck-guck" |
8. Monat: - Unterscheidet bekannt und unbekannt (Per- sonen, Gegenstände. - Lehnt Veränderungen ab, verlangt nach ei- nem gewissen Zere- moniell - Beachtet Mimik, Mundbewegungen am gegenüber - Versucht Spielzeug dem Erwachsenen abzunehmen - Versteckspiel wird verstanden |
9. Monat: - Sprachliche Dialoge zwischen Kind und dem Erwachsenen - Beobachtet mit Inter- esse das Tun der anderen Personen im Raum - Ahmt Handlungen nach - Ahmt Gesten nach: "Winke-winke" "Bitte-bitte" etc. |
10. Monat: - Reagiert auf seinen Namen - Führt die Hand der Mutter, wenn es alleine nicht zurecht kommt - Befolgt einfache Aufforderungen - Versteht Gebärde und Worte sinngemäß - Reicht Erwachsenem Spielzeug, läßt aber noch nicht los |
11. Monat: - hat Personen lieb, umarmt sie - zeigt deutlich Ableh- nung, wenn es jeman- den nicht mag - Gleichaltrige werden noch als Gegenstände behandelt - versteht Lob, wieder- holt Tätigkeit, die gelobt wurde, über die gelacht wurde |
12. Monat: - Bei unerwarteten Ereignissen wendet es sich mit fragendem Gesichtsausdruck an den Erwachsenen - Befolgt einfache Auf- träge, holt gewünschte Gegenstände - Versteht einfache Ge- und Verbote - Beobachtet Gleich- altrige oder andere Kinder beim Spiel |
| Sprache | |||||
| 1. Monat - Monotones Schreien (Stimmlage) unter- schiedlicher Lautstärke - Trinkgeräusche - Kehllaute (ch-Laute) |
2. Monat: - Die Mutter kann am Schrei erkennen, was dem Kind fehlt (Hunger, Unwohlsein) - Vokalplaudern - Lautgruppe "Erre" - "Rrrrrrrr"-Ketten - Lautäußerungen werden häufiger |
3. Monat: - Schnalzlaut beim Fingerlutschen - Vokallaute differen- zieren sich ( a, u) - Verschlußlaute (ch-gepreßt) - Blasreiblaute Ausbla- sen der Luft zwischen geschlossenen Lippen Blasenbildung möglich - Konsonantenbildung; m, b, w, r, brr - "R"-Ketten und Lachen - Wiederholung einzelner Silben |
4. Monat: - Plaudert gerne, wenn es allein ist (im Bett) - Vokallaute u, i - Konsonantenbildung vielfältiger: h, w, g, gl, b, m,p - Konsonantengruppen ba, ga - Kettenbildung: gagaga, Rrrrrrrr-Ketten - Stimmlagewechsel - Einschlaflaute - Blasreiblaute - Lippenverschlußlaute |
5. Monat: - Tonfall wird melodi- scher, differenzierter - Kräht in verschiedenen Tonlagen - Drückt Stimmung in der Lautgebung deutlich aus. - Entladungsketten und Silbenketten gagaga, dadada, mamamam, papapap |
6. Monat: - Bei Silbenketten wird ein Rhythmus erkennbar - Zeitweilig Nasallaute - Anstrengungslaute - Lautlose Mundbe- wegungen - Versteht die einfache Gebärdensprache |
| 7. Monat: - Vokalwechsel - Konsonanten: w, f - Flüstern - Anstrengungslaute - Ruflaute - Verneinungslaute |
8. Monat: - Lauscht einer Unter- haltung - Konsonanten: f, s, l, n - Trennungswechsel dada ada - Kettengliederung - Doppelsilben - Zungenlaute: l - Hustet willkürlich, nachahmend - Dialoge "Gespräche" mit dem Erwachsenen sind möglich (Silben) |
9. Monat: - Verbindet Laut- äußerungen mit der Gebärde - Erste Wortab- grenzungen (meist Doppelsilben), die vom Kind sinnvoll verwendet werden: Dada, Mama, Ham, Heia usw. - Trennungswechsel bei Silben: dada ada - Nachsprechen einzel- ner Worte und Silben |
10. Monat: - verwendet Worte sinngemäß - befolgt einfache Aufforderungen - zeigt auf benannte Gegenstände, sucht sie mit den Augen - Sprachverständnis wird deutlich |
11. Monat: - spricht nach |
12. Monat: - Versucht sich noch mehr durch die Gebärde als durch Worte ver- ständlich zu machen - Echoalie ist möglich (mehrfache Wort/Laut- wiederholung) - Befolgt einfache Aufträge, holt Gegenstände |
| Mundfunktion | |||||
| 1. Monat - Bei taktiler Stimulation der Mundregion: Auslösen der oralen Reflexe: Suchreflex Saug-Schluck-Reflex - Saugt an den eigenen Händen, wenn diese zufällig in den Mund kommen - Zum Ergreifen des Saugers o. Brust- warze noch Hilfestel- lung erforderlich - Kräftiges Saugen bei voller Konzentration - Guter Mund- und Lippenschluß |
2. Monat: - Ergreift mit zunehmen- der Sicherheit Sauger oder Brustwarze, hält fest - Kräftiges, rhyth- misches Saugen - Hand-Mund- Koordination |
3. Monat: - Orale Reflexe verschwinden - Es kommt vorüber- gehend leichter zum Verschlucken - Zunge kommt zufällig, spielerisch zwischen die Lippen. |
4. Monat: - Vollgerundete Lippen beim Saugen - Läßt Sauger los, er- greift in wieder (spielt damit) - Bei Löffelkost ist es mit Zunge noch unge- schickt - Breikost wird u.U. noch abgelehnt. |
5. Monat: - Nimmt Nahrung mit guten Lippenschluß vom Löffel ab. - Akzeptiert Breikost - Spielerische Zungen- bewegungen |
6. Monat: - Zungenspiele - Fester Lippenschluß - Kann Lippen spitzen - Nähert sich mit dem Kopf dem Löffel oder Becher - Gute Abnahme der Nahrung vom Löffel - Lautlose Mundbe- wegungen - Beim Trinken aus dem Becher geht noch etwas daneben |
| 7. Monat: - Beißt auf allen Gegenständen herum - Kann Flüssigkeit noch nicht im Mund behalten - Nach Absetzen des Bechers läuft noch etwas wieder aus dem Mund. |
8. Monat: - Kaubewegungen werden sichtbar - Beobachten Zungen-, Lippenbewegungen beim Gegenüber - Spielerische Be- wegungen mit der Zungenspitze |
9. Monat: - Beißt auf Brot, Keks usw. herum - Schluckt die Brocken noch teilweise ganz - Ißt mit den Händen allein |
10. Monat: - trinkt allein kleine Mengen aus der Tasse - ißt allein mit der Hand - mit dem Löffel kommt es allein noch nicht zurecht - spielt mit Eßgeschirr - Kaubewegungen sind vorhanden - Pustet gern - Schlürft gern |
11. Monat: - zieht Mütze vom Kopf - zieht Strümpfe und Schuhe aus - versucht beim Füttern mitzuhelfen |
12. Monat: - Hilft beim An- und Ausziehen - Trinkt allein aus Tasse, legt den Kopf dabei noch weit zurück - Ißt lieber mit der Hand als mit dem Löffel - Nimmt Nahrungsstücke aus dem Mund, be- trachtet sie und steckt sie wieder in den Mund zurück - Gegenstände werden nicht mehr so viel in den Mund gesteckt, weil sie dem Kind bekannt sind |
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