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Apgar, die 9 U´s und Impfen
ein Thema rund um die Gesundheit


Der Apgar-Test und die ärztliche Untersuchung direkt nach der Geburt gehören zur U 1 - genannt
Neugeborenen-Erstuntersuchung

Der Apgar-Index: (aus "Empfängis, Schwangerschaft und Geburt"):
Wenn Ihr Kind geboren ist, wird es auf seinen allgemeinen Gesundheitszustand untersucht. Der Arzt führt  fünf einfache Tests durch, die er nach dem Apgar-Punkteschema bewertet (benannt nach Dr. Virginia Apgar und gleichzeitig Abkürzung für die Beurteilungskriterien). Bei diesen Tests wird folgendes überprüft:

A = Atembewegung Sie geben Aufschluss über Reife und Gesundheit der Lungen
Gutes Atmen = 2 Punkte, unregelmässiges Atmen = 1 Punkt, kein Atmen = 0 Punkte
P = Puls Hier werden Stärke und Regelmäßigkeit des Herzschlags gemessen
100 Schläge = 2 Punkte, unter 100 Schläge = 1 Punkt,
kein wahrnehmbarer Puls = 0 Punkte
G = Grundtonus Hier wird der Muskeltonus der Gliedmaßen begutachtet
Aktive Bewegungen = 2 Punkte, wenige Bewegungen = 1 Punkt,
schlaffe Gliedmaßen = 0 Punkte
A = Aussehen (Kolorit) Hier sieht man, wie gut die Lungen arbeiten, um das Blut mit Sauerstoff anzureichern
Vollständig rosa = 2 Punkte, Körper rosa, blaue Extremitäten = 1 Punkt
völlig blaue Haut = 0 Punkte
R = Reflexerregbarkeit Schreien und Grimassen schneiden kann viel über die Reaktion Ihres Babys auf Reize aussagen
kräftiger Schrei = 2 Punkte, kläglicher Schrei = 1 Punkt, keine Reaktion = 0 Punkte

Die meisten Kinder liegen nach 5 Minuten mit ihrem Index zwischen 7 und 10 Punkten und nach weiteren fünf Minuten bei 9 bis 10 Punkten.
Der Arzt überprüft, ob Gesichtsmerkmale und Körperproportionen normal sind. Das Baby wird umgedreht und die Wirbelsäule, der After und die Finger und Zehen werden untersucht. Die Anzahl der Blutgefäße in der Nabelschur wird gezählt (normalerweise 2 Arterien und 1 Vene)
Das Kind wird gewogen, Kopfumfang und Körperlänge gemessen.
Auch auf die  angeborenen Reflexe, wie z.B. Saug-, Greif- und Schreitreflex wird besonders geachtet.

BabyRueck.gif (1443 Byte) die 9 U´s

U1 direkt nach der Geburt Nach der Geburt bekommt man für sein Kind das sog. Kinder-Untersuchungsheft ausgestellt. Dort kann nachgelesen werden, was bei den jeweiligen anstehenden U-Untersuchungen erfragt, getestet wird bzw.  was das Kind schon können sollte.

Text aus dem Deckblatt:
Zweck dieser Untersuchungen ist die Früherkennung von Krankheiten, die die normale körperliche und geistige Entwicklung Ihres Kindes in nicht geringfügigem Maße gefährden. Früherkennung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.
Bedenken Sie, dass die Entwicklung in den ersten fünf Lebensjahren entscheidend für die spätere körperliche und seelische Gesundheit Ihres Kindes ist.
Deshalb... Bitte nehmen Sie alle Untersuchungstermine wahr....

U2 3. - 10. Lebenstag
U3 4. - 6. Lebenswoche
U4 3. - 4. Lebensmonat
U5 6. - 7. Lebensmonat
U6 10. - 12. Lebensmonat
U7 21. - 24. Lebensmonat
(ca. 2 Jahre)
U8 43. - 48. Lebensmonat
(ca. 4 Jahre)
U9 60. - 64. Lebensmonat
( ca. 5 Jahre)


BabyRueck.gif (1443 Byte) Impfen

Beim Thema Impfen scheiden sich oft die Geister - gut oder schlecht - wann ist der richtige Zeitpunkt...
Ich kann hier eigentlich nur auf einige ganz interessante Seiten im Net verweisen., die einfach über die gängigen Suchmaschinen gefunden werden können.
Dort kann sich jeder selbst informieren, sich seine Meinung bilden bzw. seine Entscheidungen treffen.

Nur eine Anmerkung möchte ich mir doch erlauben, weil ich mit Marius diese Erfahrung machen musste:
Wer ein allergiegefährdetes Kind hat, sollte sich ganz genau über das Impfen informieren. Impfen kann ggf. allergieauslösend sein - was bei uns leider der Fall war. Wir wussten nichts von einer Allergiegefährdung, da mein Mann und ich keine Allergien haben. Marius bekam auf die erste Kombinations-Impfung bei der U3
(diese war auf Hühnereiweißbasis) Hautausschläge, die sich dann leider zur Neurodermitis entwickelten.
Hier ist also Vorsicht geboten - auch wenn viele Ärzte noch der Ansicht sind, dass Impfen nicht als Allergieauslöser gilt, weiß ich doch von unserer Ärztin (sie hat sich auf die Behandlung von Neurodermitis spezialisiert), dass sie eben genau diese Erfahrungen machen musste. Es gibt hypo-allergene Impfstoffe, die leider etwas teurer sind als die "normalen" - aber wenn sich damit ein langer Krankheitsverlauf mit viel größeren Kosten vermeiden lässt, sollte man das schon in Erwägung ziehen...
Da unser zweites Kind, da Marius ja Allergien hat, auch allergiegefährdet ist, werde ich diesmal ganz genau darauf achten, was ihm und vor allem wann es ihm gegeben wird. Ich möchte diese Erfahrung ungern noch ein weiteres Mal machen.

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